Vorstellung des neuen Pfarrers

Mit dem 1. September 2023 durfte ich Dechant Janusz Jamroz in der Betreuung des Pfarrverbandes Unterfrauenhaid-Rading-Ritzing-Lackendorf nachfolgen. Erlauben Sie mir daher, mich kurz vorzustellen. Mein Name ist Thorsten Carich; ich bin am 1. Feber 1980 geboren und in der burgenlandkroatischen Gemeinde Trausdorf aufgewachsen. Nach dem Besuch des örtlichen Kindergartes und der Volksschule habe ich das Gymnasium Kurzwiese in Eisenstadt besucht. In meiner Kindheit und Jugend habe ich mit großer Begeisterung Fußball gespielt und das Interesse am Fußball ist bis zum heutigen Tage nicht abgerissen. Es hat sich unter Fußballinteressierten vermutlich bereits herumgesprochen, dass ich Anhänger der Wiener Austria bin.

Nach dem Ableisten des Präsenzdienstes hat mich mein Weg zunächst an die Wirtschaftsuniversität Wien geführt, bis es in meinem Leben zu einem Ereignis gekommen ist, das bis zum heutigen Tag nachwirkt, nämlich das Einrieseln der spirituellen Welt in meine persönliche Lebenserfahrung. Befeuert durch diese neu aufgeflammte Begeisterung habe ich – auch zum Erstaunen meines Umfelds – spontan mit dem Studium der Katholischen Fachtheologie begonnen. Im Jahr 2005 erfolgte die Aufnahme in das Priesterseminar der Diözese Eisenstadt, wobei ich zu den letzten Seminaristen zähle, die ihre Seminarzeit noch vollständig in der Habsburgergasse 7 verbracht haben. Im Laufe des Studiums habe ich die Theologie und Spiritualität der Ostkirche näher entdeckt und kennenlernen dürfen – so folgten mehrere Aufenthalte in verschiedenen Klöstern in Russland und mittlerweile zwei Aufenthalte auf dem Hl. Berg Athos, dem spirituellen Zentrum der Orthodoxie. Nach dem Abschluss des Studiums folgte das Pastoraljahr in der Dompfarre Eisenstadt, die Kaplanszeit verbrachte ich in den Pfarren Großpetersdorf und Pinkafeld. Aufgrund meines Interesses an einem spirituellen Leben hat mich der Gedanke an ein geistliches Leben in einem Kloster jahrelang beschäftig und nicht losgelassen. Im Herbst 2014 bin ich in das Benediktinerkloster Unserer Lieben Frau zu den Schotten – gemeinhin als Schottenstift in der Wiener Innenstadt bekannt – eingetreten. Nach vier Jahren bin ich vor der Entscheidung gestanden, die Ewige Profess abzulegen. Da ich die erhoffte spirituelle Fülle im Ordensleben nicht gefunden habe, bin ich wieder in den Dienst der Diözese Eisenstadt zurückgekehrt; es folgten Stationen im Pfarrverband Wiesen – Sieggraben und im Seelsorgeraum Maria Helferin mit Sitz in Stegersbach. Die Erfahrung, im Kloster die erhoffte spirituelle Fülle nicht gefunden zu haben, erwies sich im Nachhinein als Triebfeder, die persönliche Suche zu intensivieren und ich bin dankbar, auf meinem geistlichen Weg immer wieder reich beschenkt zu werden.

%d Bloggern gefällt das: